Filmportale

Enden ohne Ende.

Über offene, unerhörte und abwesende letzte Einstellungen

"Blow Up" von Michelangelo Antonioni

Daß Erzählungen ein Ende haben, ist eine Gewißheit, die wie jede Konvention erst einmal hergestellt werden mußte. Kein anderes Medium hat ihr so vehement widersprochen wie der Film. Im Zuge der Digitalisierung kommt sie selbst an ein Ende.

Vorspiel auf dem Theater

Es sei offen zugegeben: Goethe, dieser tapfere Anhänger von Autorschaft, Geniekult und Handschrift, ist in der Regel nicht die erste Wahl, wenn es um Diagnosen unserer medialen Gegenwart geht. Wie sich der Weimarer Dichterfürst allerdings die angemessene Aufführung seines »Faust«- Dramas erträumt hatte, mutet im Nachhinein durchaus visionär an: Zunächst seien beide Teile ungekürzt vorzutragen, was bei über 10.000 Versen mehr als abendfüllend ist. [ weiter ]

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